Sharing economy

Als Sharing Economy wird ein Konsumverhalten bezeichnet, das nicht auf Besitz von Produkten aufbaut, sondern auf dem Teilen und dem gemeinsamen Nutzen basiert. Ein jugendlicher Modespruch lautet “Sharing is caring”. Damit wird aber eher das Teilen von Inhalten im Internet bezeichnet. Doch hat nicht “Sharing is caring” auf wirklich jede Industrie-Form einen möglichen Einfluss?

Sharing Economy bei Autos

Nehmen wir beispielsweise die Autoindustrie her. Derzeit ist es fast Standard, dass jeder österreichische Haushalt 1-2 Autos besitzt. Eigentlich eine relativ hoch Fixkostenausgabe. In den größeren Städten boomt bereits heute das Car Sharing. Derzeit sind dies konventionelle Anbieter, die ihren Fuhrpark der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Bekannte Beispiele sind etwa Car2Go oder DriveNow. Mit einer App am Smartphone wird ganz einfach ein Auto in der Nähe ausgewählt und ist dann für eine gewisse Zeit für den registrierten User dieser App reserviert. Bezahlt wird normalerweise pro gefahrenem Kilometer. Doch diese konventionellen Anbieter werden bald flächendeckend Konkurrenz bekommen. Auch private Anbieter werden in Zukunft ihre Autos zur Verfügung stellen können. Pilotprojekt werden gerade getestet. Bei den Taxifahrten hat das Unternehmen Uber bereits eine funktionierende Plattform in vielen Städten installiert.

Vermieten von Unterkünften

Voll angekommen ist die Sharing Economy beim kurzzeitigen Vermieten von privaten Wohnungen und anderen Unterkünften. Der wohl bekannteste Anbieter ist Airbnb. Wie so häufig wurde auch diese Plattform im kalifornischen Silicon Valley entwickelt und beeinflusst den Immobilien- und Vermietungsmarkt so stark, dass sogar neue rechtliche Maßstäbe entwickelt werden müssen.

Internet of Things

Das Internet der Dinge wird diesen Trend noch weiter fördern. Denn wenn alle Dinge miteinander vernetzt sind, dann ist es für die Benutzer sehr leicht miteinander in Beziehung zu treten und die Produkte miteinander zu teilen. Wohin dieser Trend führen wird ist zum heutigen Zeitpunkt wieder einmal noch nicht vorauszusehen. Wesentlich wird jedoch die rechtliche Grundlage sein. Denn für verliehene Dinge gibt es im Schadensfall noch kein ausreichendenes Fundament. Und wie vielleicht aus der Praxis bekannt ist, kann es genau dann zu erheblichen Problem führen, wenn die Dinge nicht in ordnungsgemäßen Zustand zurück erhalten werden. Diese Tatsache ist vielleicht auch der größte Stolperstein für die Sharing economy.

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