Industrie und Bildung im Wandel?

Welche Anforderungen stellt die Industrie an die Arbeitskräfte der Zukunft? Durch den technologischen Fortschritt werden viele Routine-Jobs der Automatisierung zum Opfer fallen. Die Industrie befindet sich gerade in einem großen Wandel. Die Bildung auch? Früher war die Ausbildung der Schlüssel zu einem sicheren Arbeitsplatz. Das Funktionieren als eine Art “Zahnrad” stand im Mittelpunkt der Wissensvermittlung. In weiten Teilen der Bevölkerung bedeutete Bildung die Fähigkeit, eine bestimmte vorgegebene Aufgabe möglichst schnell und exakt zu erledigen. Auf dieser Basis wurden Lehrinhalte in Schulen aufgebaut und vermittelt. Der technische Fortschritt wird aber so drastische Änderungen mit sich bringen, dass die Industrie zukünftig nach anderen  Fähigkeiten verlangt. Während auf der einen Seite zahlreiche Routine-Jobs durch Technik wegrationalisiert werden, sehen viele Experten einen drastischen Anstieg von neuen, hoch-qualifizierten Arbeitsplätzen im sogenannten quartären Sektor.

Zentrale Frage zum Thema “Bildung”: Welches Wissen ist wirklich wichtig?

Meine Eltern wurden in den 1950er und 60er Jahren geboren. In deren Schulzeit konnte sich niemand vorstellen, welche Jobs es um die Jahrtausendwende und darüber hinaus geben würde. Heute verdienen Menschen mit dem Programmieren von Apps für Smartphones ihren Lebensunterhalt. Diese Veränderungen am Arbeitsmarkt waren noch nie so weitreichend und werden darüber hinaus zukünftig noch schneller vor sich gehen.

  • Was bedeutet das für die Bildung?
  • Wie können wir unsere Kinder bestmöglich auf diese Veränderungen vorbereiten?

Positive Veränderungen für die Anforderungen der Zukunft funktionieren nur mit einer veränderten Geisteshaltung. Weg vom funktionierenden “Zahnrädchen” hin zum individuellen Teamplayer. Das ist ein weiter und spannender Weg, denn gefühlt befinden sich junge Menschen mehr denn je im heftigen Konkurrenzkampf um die besten Arbeitsplätze.

  • Wie soll hier tatsächlich ein echter Team-Geist erwachen?
  • Was kann Bildung zur Änderung dieser Geisteshaltung beitragen?

Wichtig ist die Verändungen zu einer “gesunden” Fehlerkultur in der Schule. Junge Menschen müssen erkennen, dass JEDER seine individuellen Stärken und Schwächen hat. Traditionell werden Fehler und Schwächen in Österreich und auch in Deutschland kulturell eher als Problembereiche angesehen – in den seltensten Fällen sehen wir das Entwicklungspotential durch gemachte Fehler. Diese Sichtweise hat, wie alles, positive und negative Seiten. Positiv dabei ist, dass Fehler gesehen und kritiert werden und auch eine unmittelbare Konsequenz haben. In der Schule ist dies beispielsweise die schlechte Note. Dabei lernen Schüler mit einem gewissen Druck umzugehen und sich unmittelbar vergleichen zu können. Kritiker meinen jedoch, dass dieser Vergleich mehr Sinn für Lehrer und Beurteilende hat als für den Schüler selbst. Ich persönlich teile diese kritische Ansicht. Je individueller die Kreativität und die persönlichen Stärken gefördert werden, desto erfolgreicher sind junge Menschen auf die Veränderungen der Zukunft vorbereitet.

  • Siehst du das auch so?

 

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