HANDwerk anno dazumal

In der Steinzeit stellten die Menschen die meisten ihrer Werkzeuge noch selbst her, doch auch in dieser Epoche gab es schon Spezialisten für bestimmte Tätigkeiten. Bis ins Mittelalter entstanden verschiedenste Handwerke, wo die Handwerkskunst  etwa um 1500 ihre Blütezeit erlebte.

Als die Städte wieder wuchsen, schlossen sich einzelne Handwerker gleicher Berufsgruppen zu sogenannten Zünften zusammen.  Handwerker derselben Zunft wohnten üblicherweise in der gleichen Gasse.

So entstanden Straßen- und Hausnamen. Einer Zunft konnte man nicht einfach beitreten, wenn man wollte, denn es bestand ein Zunftzwang. Schließlich war sie dafür da, dass bestimmte Regeln eingehalten wurden. Durch die Zunft waren eine gerechte Zuteilung der Rohstoffe und Preise der handwerklichen Erzeugnisse gewährleistet. Weiters kontrollierte sie die Ausbildung der Lehrlinge und die Qualität der Produkte. Seit dem 19.Jahrhundert gab es keinen Zunftzwang mehr, da diese Aufgaben Handwerkskammern übernommen haben.

Die industrielle Revolution, die in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts begann, war für das Aussterben vieler Handwerksberufe verantwortlich. Jedoch kamen auch wieder neue Berufe hinzu. Auch heute und in Zukunft werden wir erleben, dass manche Berufe nicht mehr ausgeübt werden, weil diese einerseits von Maschinen übernommen werder oder andererseits keine Notwendigkeit mehr haben.

Berufe, die ausgestorben sind:

Laternenanzünder, Vorkoster, Haderlump, Siebmacher, Urinwäscher und viele mehr

Berufe, die vom Aussterben bedroht sind:

SchuhmacherIn, Steinmetz, BuchbinderIn, Fassküfer, Wagner, Schäfer, …

Alle anderen Handwerksberufe, die es geschafft haben zu überleben, haben sich stark verändert. Innovationen haben es möglich gemacht, dass diese Jobs in ähnlicher aber häufig effizienterer Art und Weise weiter ausgeübt werden.

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