Fokus: Industrielle Nahrung

“DU BIST, WAS DU ISST.” Dieser weise Spruch kann mit Sicherheit GROSS geschrieben werden. Neueste Forschungen zum Thema sehen eindeutige Zusammenhänge zwischen ganzheitlicher Gesundheit und unserer Ernährungsweise. Die Industrielle Nahrung charakterisiert sich durch weltweiten Vertrieb, günstigste Preise und hohe Ausgaben für Marketing. Aus diesem Grund ist in der Produktion die Kosteneffizienz ein ausschlaggebender Faktor. Der große Vorteil dieser globen Entwicklung ist die Herstellung von erschwinglichen Endprodukten. Dadurch könnte sich weltweit ein “gewisser Ernährungsstandard” etablieren. Doch beleuchten wir nun kritischer…

Verbraucherschutz

Industrielle Nahrung wird von den führenden Konzernen mit allen denkbaren Mitteln als traditionell beworben, ja sogar teilweise als romantisch. In Wahrheit hat diese Produktion fast nichts mehr mit der ursprünglichen Tätigkeit zu tun. Sieht man sich beispielsweise die Werbungen für landwirtschaftliche Produkte an, dann hat man das Gefühl, dass alles per Hand und mit Liebe erzeugt wurde. Tatsächlich wissen heute die meisten Kunden von diesen Werbelügen. Trotzdem verkaufen sich Emotionen scheinbar am besten. Dies kann bei mündigen, erwachsenen Personen hingenommen werden. Doch bei der Manipulation von Kindern sollte sich zukünftig in dieser Hinsicht etwas ändern! In Österreich ist jedes 5. Kind übergewichtig. Industrielle Nahrung beinhaltet häufig viel Fett und Zucker. Damit kann jedes Kind (kurzfristig) glücklich gemacht werden. In kleinen Mengen ist dies auch absolut zu befürworten. Bei täglichem Konsum müssen aber die Alarmglocken leuten! Ein witziges Experiment zu industrieller Nahrung machte ein Australier in seiner Dokumentation “Voll verzuckert”. Prädikat: sehenswert!

Umweltschutz

Bei weltweiten Transportwegen können die Folgen auf unsere Umwelt nicht GROSS genug geschrieben werden. Ein wesentlicher Aspekt sollte diesbezüglich auch auf das Verpackungsmaterial gelegt werden. Klar ist, dass dies einerseits eine bessere Haltbarkeit der Produkte garantiert. Gleichzeitig sollte andererseits darauf geachtet werden, dass wertvolle Rohstoffe zum Verpacken verwendet werden. Ist dieses Material wiederverwendbar? Wenn nicht, wird es als Müll beseitigt werden müssen. Dies kostet nicht nur Geld – und erhöht somit die Kosten des Endproduktes -, sondern veschmutzt unsere Umwelt.

Erzeugerschutz

Viel wurde bereits über die unfairen Wettbewerbsbedingungen am weltweiten Markt gesprochen. Tatsächlich haben Industrieländer ihren Wissensvorsprung gegenüber Entwicklungsländer krass ausgenutzt. Mit Gütesiegeln wird nun versucht diesen Ungerechtigkeiten entgegen zu treten. Als bekannstes Beispiel versucht etwa die Marke “Fairtrade” die unfairen Globalisierungsfolgen einzudämmen. Die Brisanz dieses Themas wurde auch auf der Expo 2015 in Mailand behandelt. Ich war persönlich letzten Sommer dort. Industrielle Nahrung und die Folgen für zukünftige Generationen sowie mögliche Lösungen wurden aber nur beiläufig behandelt. Meiner Meinung nach wurden die großen Zukunftsideen eher klein geschrieben, wohingegen ENTERTAINMENT GROSSES Interesse zugesprochen wurde. Vielleicht ist ja dies der heutige Zeitgeist…

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