Der Super-Gau: Die Explosion in Block 4

In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 ereignete sich die Katastrophe. Während eines Tests in einem Atomkernkraftwerk an der ukrainisch-weissrussischen Grenze in Tschernobyl kam es zum Super-Gau.

Warum dieser verheerende Super-Gau?

Der Test war eine Simulation eines Stromausfalls durch das äußere Stromnetz. Man wollte beweisen, dass die Turbinen in so einer Situation genug Restenergie für die Kühlwasserpumpen liefern können, bis die Notstromaggregate anlaufen würden. Absichtlich wurden alle Sicherheitssysteme abgestellt, um den Probelauf eventuell ohne Zeitverlust zu wiederholen. Es ist aber sehr umstritten, ob sie überhaupt etwas gebracht hätten, auch wenn diese eingeschaltet gewesen wären.

Der Reaktor wurde für den Test auf ein Viertel seiner Leistung heruntergefahren. Innerhalb kürzester Zeit sank die Leistung jedoch rapide ab, sogar unter ein Prozent. Angeblich soll der Grund immer noch ungeklärt sein. Dann wurde der Reaktor wieder langsam hochgefahren, doch nach einer halben Minute stieg die Leistung enorm an. Nicht einmal die Notabschaltung funktionierte mehr. Eine gewaltige Explosion war die Folge, durch die dann radioaktives Material austrat.

Liste mit den am meisten verschmutzten Orten

Noch heute haben die meisten Menschen das Gefühl, dass über diesen Super-Gau viel verschwiegen wurde. Das Blacksmith Institute erstellt, in Zusammenarbeit mit NGOs, regelmäßig eine Liste mit den am meisten verschmutzten Orten der Welt. Leider befindet sich Tschernobyl in dieser Liste “ganz weit oben”.

 

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