Brot: Handwerk vs. industrielle Fertigung?

Gestern habe ich im Fernsehen eine interessante Diskussion über die Erzeugung und den Handel von Brot verfolgt. Dies veranlasste mich, einen Artikel dazu zu schreiben. Genauer geht es um die Frage, ob das so wichtige Lebensmittel Brot im traditionellem Handwerk ODER durch industrielle Fertigung hergestellt werden soll.

Fokus: traditionelles Handwerk

Es liegt auf der Hand, dass jede Produktionsform ihre Berechtigung hat. Das traditionelle Handwerk zählt zu unserer Kultur. Dieses Wissen ist sehr wertvoll und sollte unbedingt an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Außerdem werden traditionell hergestellte Brote von Grund auf mit hochwertigsten Rohstoffen veredelt. Diese beinhalten also keine Konservierungsstoffe und das Mehl wird nicht vorbehandelt. Es gibt Experten, die behaupten, dass die Vorbehandlung von Rohstoffen zu erhöhten allergischen Reaktionen beim Endverbraucher sorgen. Im Sinne der Gesundheit ist also sicherlich dem traditionelle Handwerk der Vorzug zu geben.

Industrielle Fertigung – die Vorteile:

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die industrielle Fertigung von Nahrungsmittel einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand in unserer Gesellschaft geleistet hat. Durch (maschinelle) Arbeitsteilung werden die Stückkosten dramatisch reduziert. Gleichzeitig bleibt die Qualität des Endprodukts immer exakt gleich. Das bedeutet, dass jeder Konsument dauerhaft mit dem gleichen Brot rechnen kann. Dies gibt eine Art Sicherheit – qualitativ hochwertiges Brot zu günstigen Preisen. Somit können sich auch einkommenschwache Familien dieses Brot leisten. In einer Millionenstadt wäre es meiner Meinung nach undenkbar, zur heutigen Zeit ohne industrieller Fertigung von Nahrungsmittel auszukommen.

Zukunft vom Handwerk?

Natürlich kostet die traditionelle Herstellung von Brot sehr viel Zeit. Die Kunden sind häufig nicht bereit, diesen erheblichen Kostenunterschied zu honorieren. Es wäre schön, wenn beide Varianten der Produktion nebeneinander existieren können. Doch der Markt mit seinem unerbitterlichen Preiskampf verdrängt schon heute einen großen Teil des tradtitionellen Handwerks. Und das nicht nur beim Bäcker… Im Endeffekt entscheidet der Verbraucher mit seinem Kaufverhalten, was die Zukunft bringen wird. Leider sind sich viele Menschen beim täglichen Einkauf darüber (noch) nicht bewusst. Es gibt aber auch kleine Nieschen-Trends. Diese sind aber meiner Meinung nach eher den “wohlhabenderen” Gesellschaftsschichten vorbehalten. Dabei geht es um Trends wie zum Beispiel slow food, regionale Märkte oder Lebensmittelkooperative.

 

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